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Veranstaltungsnummer: 901014

Die Digitalisierung konventioneller Herstellungsprozesse ermöglicht es, kosteneffektiv individuell angepasste Lösungen zu realisieren. Bei der additiven Fertigung finden Herstellungsprozesse für Bauteile im Sinne von 3D-Druck-Verfahren statt, die von Selbstbau-3D-Druckern (s. auch Maker-Szene), über Rapid-Prototyping bis hin zu optimierten Schweißrobotern reichen. Je nach Fertigungsmethode weisen die erzeugten bzw. „gedruckten“ Stahlbauteile und Tragstrukturen jedoch erhebliche Imperfektionen auf, die eine realitätsnahe und sichere Beurteilung des Tragverhaltens erschweren. Das Projekt möchte in dieses spannende Forschungsfeld einführen.

Nach einem allgemeinen Einstieg in verschiedene Methoden der additiven Fertigung folgt eine Fokussierung auf die im Stahlbau eingesetzten Verfahren sowie eine Auseinandersetzung mit dem Trag- und besonders dem Stabilitätsverhalten derartig gefertigter Bauteile. Am Beispiel einer an der TU-Ilmenau additiv gefertigten Struktur und vergleichbarer Bauteile aus konventioneller Produktion soll mit einem numerischen Modell das Tragverhalten untersucht werden. Gemeinsam werden wir die Grundlagen des FEM-Programms Ansys erlernen und die Stütze modellieren. In einer anschließenden Simulation werden wir das Tragverhalten des Bauteils untersuchen.

 Am Ende steht die Abgabe und gegebenenfalls die Verteidigung einer schriftlichen Ausarbeitung mit Problemstellung, Grundlagen des Tragverhaltens, Überblick über Methoden der additiven Fertigung, sowie mögliche Versuchsanordnung und numerische Modellierung am Beispiel einer Stütze.