Mit dem Sicherheitsaudit von Straßen werden systematisch und unabhängig Planungen von Straßenbaumaßnahmen sowie in Betrieb befindliche Straßen gezielt aud Sicherheitsaspekte geprüft und Sicherheitsdefizite identifiziert. Das Sicherheitsaudit in der Planung ist ein Präventives Verfahren und Teil des Planungsprozesses, wohingegen das Sicherheitsaudit im Bestand je nach Anlass ein reaktives oder präventives Verfahren ist und nur anlassbezogen durchgeführt wird.  Ziel des Audits ist es, die Verkehrssicherheit zu verbessern und bereits beim Entwurf von Straßenverkehrsanlagen sicherheitsrelevante Aspekte angemessen zu berücksichtigen. Dabei wird überprüft, ob der jeweilige Entwurf gemäß den aktuellen Richtlinien geplant wurde und ob die Verkehrsanlage auch aus allen anderen Blickwinkeln sicher ist und von allen Verkehrsteilnehmern sicher genutzt werden kann.

Der Zertifikatslehrgang "Sicherheitsaudit von Straßen" dient der Qualifizierung von Sicherheitsauditorinnen und Sicherheitsauditoren. Die Ausbildung erfolgt nach dem vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (2022) anerkannten und durch die FGSV und die Auditpartnerschaft der Hochschullehrer (AdH) entwickelten Qualitätsstandards gemäß „Merkblatt für die Ausbildung und Zertifizierung für das Sicherheitsaudit von Straßen“ (MAZS) in der aktuellen Fassung von 2022.

Die Bauhaus-Universität Weimar ist eine bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) gelistete und anerkannte Ausbildungsstelle. Mit über 250 Absolventinnen und Absolventen und über 20 Jahren Erfahrung ist die Bauhaus-Universität größte Ausbildungstelle in Deutschland. Den Teilnehmenden werden im Lehrgang spezifische Kenntnisse der Verkehrssicherheit vermittelt, die anhand von Übungen und Ortsbesichtigungen angewendet und vertieft werden. Eine gemäß MAZS erfolgreich bestandene Ausbildung ist Voraussetzung, um als zertifizierte Gutachterin oder Gutachter Sicherheitsausits von Straßen erstellen zu können.