- Teacher: Sahar Darvishzadeh Hamedani
- Teacher: Jakob Benedict Hüfner
- Teacher: Salman Vakili
- Teacher: Paul Engelhardt
- Teacher: Stephan Zandt

Angesichts militärischer Bedrohungen untersucht das Seminar den Bedarf, die Beschaffenheit und die Zugänge zu urbanen Schutzräumen aus intersektional-feministischer Perspektive im Kontext ziviler Krisenvorsorge.
Angriffe auf die Kritische Infrastruktur, neue Formen militärischer Technologien und eine diverse Stadtbevölkerung sind Beispiele (neu) gewachsener Bedarfe. Welche Dimensionen spielen situativ in Krisen zusammen? Welche (technologischen, architektonischen und sozialen) Bedarfe folgern sich? Wie kann ein Raum für wen als Schutzraum funktionieren?
Die Studierenden erlangen die Fähigkeit, räumliche und soziale Schutzbedarfe zu erkennen, Zugangs- und Verteilungsfragen zu überprüfen, Typologien und Umnutzungsszenarien zu entwickeln sowie daraus nachvollziehbare konzeptionelle Vorschläge abzuleiten und diese mit bestehenden Schutzräumen abzugleichen.
Entlang von Impulsen externer Referent*innen, Literatur, interdisziplinärem Austausch und eigener Recherche soll ein Portfolio an Beiträgen erarbeitet werden, das Dimensionen von Schutzräumen beleuchtet.
Aus unterschiedlichen Perspektiven kann eine intersektional-feministische Aktualisierung von Schutzräumen gelingen: Wie verhalten sich soziale Praktiken in einem solchen Gefüge? Wie muss die Raumerfahrung sein? Was muss die Bausubstanz und der Aufbau dazu leisten? Wie sieht ein moderner Schutzraum aus, wie klingt er und fühlt sich an?
- Teacher: Aenne Christina Barbara
- Teacher: Tabea Carlotta Latocha

Städte sind auch immer Räume der Kindheit, denn Kinder und Jugendliche nutzen, erleben und prägen Räume auf eigene Weise - und dennoch bleiben ihre Perspektiven in Architektur, Stadtplanung und kritischer Stadtforschung häufig randständig. Der Anarchist und Stadtforscher Colin Ward beobachtete, wie Kinder „jedes übriggebliebene Fleckchen der Stadt ihren eigenen Zwecken nutzbar machen“ – und stellte die unbequeme Frage, ob wir uns inzwischen zu sehr daran gewöhnt haben, Kinder aus dem öffentlichen Raum verschwinden zu sehen. Das Seminar folgt diesen Spuren und untersucht die vielfältigen aktuellen, wie historischen Beziehungen zwischen Stadt und Kindheit: Wie haben Stadterneuerung, Massenmotorisierung und funktionalistische Planung das Aufwachsen in der Stadt verändert? Welche Vorstellungen von Sicherheit, Ordnung und „guter Kindheit“ schreiben sich in Spielplätze und Stadträume ein? Und welche Rolle spielen die experimentellen Gegenbewegungen, die neue Erlebnis- und Aneignungsräume eröffneten?
In drei Blöcken verbindet das Seminar Theorie und Praxis: Zunächst entwickeln wir eine gemeinsame theoretische Grundlage, diskutieren anschließend mit Expert:innen aus Spielplatzforschung und Sozialer Arbeit und übersetzen unsere Analysen schließlich in eigene kollektive und interdisziplinäre Projekte.
Bison-Link
- Teacher: Frank Eckardt
- Teacher: Jannis Steinacker